Zuerst galt es, das Vertrauen der Mutter zu gewinnen. Sie war panisch, verstandlicherweise. Doch mit leisen Stimmen, langsamen Bewegungen und einer Schale Futter gelang es uns schließlich, sie vorsichtig in eine Transportbox zu setzen. Ein kleiner Sieg – denn mit ihr in Sicherheit konnten wir uns den Kätzchen zuwenden, die tief in den Wurzeln versteckt lagen.

Der Zugang war kompliziert. Die kleinen Körper durften keinesfalls verletzt werden, also arbeiteten wir mit Geduld und Fingerspitzengefühl. Nach und nach konnten wir jedes der Babys behutsam bergen. Zitternd vor Kälte und Angst, aber am Leben. Eingewickelt in warme Decken fanden sie schnell wieder die Nähe ihrer Mutter – und zum ersten Mal entspannte sie sich, als sie ihre Kleinen in Sicherheit sah.

Noch am selben Tag brachten wir die Familie in eine Tierklinik. Dort bestätigte sich, was wir befürchtet hatten: Die Mutter war unterernährt, mit einer kleinen Wunde an der Pfote. Die Kätzchen waren ausgetrocknet und viel zu leicht. Das Praxisteam kümmerte sich mit Hingabe – Flüssigkeitstherapien, Medikamente, gutes Futter. Die ersten Schritte in Richtung Heilung.

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