Die kleine Katze wachte über ihr Kätzchen. Ihre Augen erzählten eine Geschichte, für die es keine Worte gibt. Die Tierpfleger taten ihr Bestes, doch trotz aller Bemühungen – das Kätzchen war zu schwach. Es hatte es nicht geschafft.
Ein schmerzlicher Laut entfuhr der Mutter. Ein Ton, der jedem das Herz zerreißt.
Behutsam nahmen die Helfer sie mit. Versprachen, für sie zu sorgen, sie nie wieder allein zu lassen. David blieb zurück. Noch immer regnete es. Und während das Auto langsam verschwand, hielt sich ein Bild fest in seinem Kopf: der Moment, in dem ein Lebewesen ihn angefleht hatte – und er hatte geholfen, so gut er konnte.

In den Tagen danach ließ es David nicht los. Dieses Gefühl, nicht genug getan zu haben. Also beschloss er, selbst aktiv zu werden. Er meldete sich im Tierheim als Freiwilliger. Half, wo er konnte. Fing an, Spenden zu sammeln.
Diese eine Begegnung hatte ihn verändert.
Sie hatte ihm gezeigt, wie tief Tiere fühlen. Wie sehr sie leiden. Und wie dringend sie uns brauchen.
Die Erinnerung an das kleine Kätzchen tut weh – doch sie treibt ihn an. Jeden Tag aufs Neue. Denn jedes Leben zählt. Immer.



















