Die Stunden verstrichen quälend langsam. Luna war müde, hungrig, zutiefst erschöpft. Kurz davor, aufzugeben.
Doch dann – ein leises Wunder: Eine Frau entdeckte sie von der anderen Straßenseite. Ihr Name war Emily. Und irgendetwas in Lunas Blick ließ sie nicht wegsehen.
Emily näherte sich vorsichtig, sprach sanft. Ihre Stimme war wie ein warmer Sonnenstrahl nach einem endlosen Sturm. Luna zuckte zusammen, wollte sich verstecken, doch etwas hielt sie zurück. Vielleicht war es die Wärme. Vielleicht das erste Gefühl von Sicherheit seit langer Zeit.

Emily kniete sich hin, sprach weiter – ruhig, geduldig. Und Luna? Die begann langsam, sich zu öffnen. Nicht sofort. Aber mit jedem Wort ein bisschen mehr.
Ein Neuanfang voller Liebe
Emily brachte Luna zum Tierarzt, pflegte sie, gab ihr Futter, Zuneigung und – was noch viel wichtiger war – Zeit.
Luna, die zuvor kaum wagte aufzublicken, fing an zu spielen. Sie gewöhnte sich an fremde Geräusche, an andere Tiere, an das neue Leben. Der Geschirrspüler? Unheimlich, aber nicht mehr beängstigend. Die anderen Katzen? Anfangs seltsam, dann irgendwie spannend.

Mit Emilys Geduld lernte Luna, was es heißt, sich sicher zu fühlen. Und vor allem: geliebt zu werden.
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